Über CGC

Da wir uns ungern selbst beschreiben zitieren wir hier einfach ein Interview
mit dem bekannten Musikjournalisten Dick Fairlane vom Rolling Bone Magazine aus diesem Jahr, geführt in einem Kaminzimmer des Schlosses Neuschwanstein:

Dick:
Hallo crowds! Wie geht’s Euch?

cgc:
Oh, vielen Dank der Nachfrage, Dick. Uns geht es wundervoll.
Wir kommen gerade von unserer Südostasientour
und sind sehr glücklich wieder zuhause in der Eifel zu sein.

Dick:
Erzählt uns doch Bitte, für die die Euch noch nicht kennen,
was ja kaum vorstellbar ist (lacht), von eurem bisherigen,
doch schon mittlerweile 20-jährigen, Werdegang.

cgc:
Schön das Du fragst, Dick.
Das Grundgerüst von cgc stammt aus dem Jahr 1992, die langjährige Stammbesetzung ist in der Form seit dem 29.09.1994 live aktiv.
Wir sind damals angetreten mit einem zusätzlichen Gitarristen, unserem Wolfgang, der aber irgendwann in den Wirren der Neunziger ausgestiegen ist.
Seitdem machen wir in dem Rahmen unser Ding, wobei es ohne jeden von denen
nicht so geht, wie es geht.
Obwohl es nicht in Diesen lockeren Kontext passt, muß natürlich unser Organist Siggi
hier zweifelsfrei mit größter Wertschätzung erwähnt werden.
Wir haben Siggi im November 2011 durch einen tragischen Unfall verloren.
Er hat unsere Musik und unser Leben bereichert, in der Zeit in der er bei uns war,
lange davor, in der Zeit in der wir uns schon kannten, und auch weiter in Zukunft.
Wir vermissen Siggi sehr und sind damit auch noch lange nicht durch.

Dick:
Das tut mir sehr leid, mein aufrichtiges Beileid an euch und an Siggis Familie.
Nicht einfach hier den Faden wieder aufzunehmen, also frage ich nochmal nach.
„Euer Ding“ bedeutet Ihr betätigt Euch nicht im Feld der Covermusik ?

cgc:
Oh nein, Dick. Obwohl die Versuchung hier regional für manche recht groß ist,
weil oppertun im Bezug auf (bezahlte) Auftrittsmöglichkeiten und
den Publikumsgeschmack, haben wir dem sehr konsequent widerstanden.
Es macht uns einfach keine Freude zu covern. Außerdem geben wir gerne die Underdogs,
Szeneverweigerer und Schmuddelkinder. Uns interessiert kein „und jetzt alle“ oder sowas.
Es ist natürlich schön, wenn man uns auch mal lieb hat. Aber wir legen es nicht drauf an.
Zum Beginn unserer Tätigkeit sind wir durch einen ziemlich langen Vorlauf vor der Live-Premiere mit einen 3,5 Stunden Programm und ca. 40-50 Songs angetreten.
Mittlerweile im fortgeschrittenen Alter müssen wir aber früher ins Bett,
daher sind viel alte Zöpfe im Live Set geopfert worden,
und wir erfreuen uns statt dessen viel lieber an frischem, inspiriertem  Material.

Dick:
Ah ja. Wie kam denn der lange Vorlauf vor euren ersten Gigs zu Stande,
hätte das nicht schneller gehen können?

cgc:
Nein, Dick. Es hätte nicht schneller gehen können, weil wir erst unsere Instrumente
lernen mussten. Für das, was wir musikalisch vor hatten, stellte sich recht bald heraus
daß wir mit einer reinen Punk Attitüde nicht soo weit kommen würden.
Wobei wir durchaus auch die Punk- und Hardcore Ecken und Kanten zu schätzen wissen.
Als aber damals unser Drummer Frank als letztes reguläres Mitglied einstieg,
war er uns anderen musikalisch, von der Banderfahrung und technisch meilenweit voraus.
Da waren wir dann gezwungen etwas aufzuholen. Da kam der Zugzwang her, den es wohl gebraucht hat.

Dick:
Zwischenfrage: Euer Bandname impliziert ja schon irgendwie, daß Ihr vielleicht ein etwas verrückter Haufen seid?

cgc:
Oh nein, keineswegs, Dick.
Kaum eine Band nimmt sich selbst wichtiger als wir es tun.
Bestenfalls Metallica.

Dick:
Ich sehe, Ihr seid nicht die fleißigsten, was die Konservierung eurer Musik für die Nachwelt anbetrifft,
wenn ich mir die Frage erlauben darf?

cgc:
Nun Dick, das klingt zwar ein wenig vorwurfsvoll, aber wir wollen Deine Frage trotzdem gerne beantworten.
Für uns ging es eigentlich immer darum, generell beim Proben und bei gelegentlichen Gigs und Partys unserer Spielfreude zu frönen, eine Aufzeichnungsneurose haben wir eigentlich nie erlitten. Der Prozess, die Aufnahmetechnik selbst zu handhaben, brillant zu performen und gleichzeitig auf’s Ergebnis zu schielen ist einfach nicht unser Ding, Dick.
Trotzdem haben wir unser „Kernprogramm“ von ~ 15 Songs im DIY Verfahren 2009 aufgenommen und sind gemessen am betriebenen Aufwand
ganz zufrieden mit dem Ergebnis.

Außerdem ist unsere 5 Track EP „Skies“ seit Herbst 2013 fertig und diesmal haben wir uns professionelle Hilfe geholt.
Aufgenommen haben wir im August 2013 im Airstream Studio in Koblenz und auch das Mastering der EP ist fertig.
Hier haben wir mit Carsten „Keule“ Collenbusch und dem Masteringstudio BluMasterBox in Bonn zusammengearbeitet.
Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis, die EP ist auch als Hardcopy pünktlich zum Weihnachtsfest 2013
fertig geworden. Online gibt es Sie frei zum Download hier:

https://soundcloud.com/crowd-goes-crazy

Dick:
Wir Journalisten können es uns natürlich nicht verkneifen, die gefürchtete Frage zu stellen:
Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben?

cgc:
Oh ja Dick, die Frage musste kommen, das haben wir uns gedacht.

Dick: …

cgc: …

Dick:
Ihr wollt euch da nicht äußern ?

cgc: …

Dick: ?

cgc:
Nun gut, Dick. Wenn Du unbedingt darauf bestehst.
Es gibt Heutzutage den Begriff Postrock, den gab es zu unserer Gründerzeit leider noch nicht.
Wenn man sich da weitestgehend moderne Elemente wie Loops, Samples
und Synthies wegdenkt, sind wir relativ dicht dran.
Quasi Postrock, ohne Post.
Wobei die andere Definition von Postrock ja ist = Rock ohne Macho Allüren,
was uns eigentlich auch ganz gut steht, Bitch.
Die olle Socke im Schritt ist halt doch zu ironieintensiv für unser Alter.
Und wenn man nicht der wilde Mann ist, sollte man Ihn vielleicht auch besser nicht spielen.

Dick:
Also doch „traditioneller“ (schreibt zwei Gänsefüsschen in die Luft) Rock ?

cgc:
Nun Dick, der Begriff Tradition verleitet ja recht schnell zu Missverständnissen.
Tradition pflegen bedeutet ja das Weitergeben der Flamme, nicht die Anbetung der Asche.
Mit dieser Intention möchten wir an die Aufgabe herangehen.

Dick:
Sehr sinnig, ist das von Euch ?

cgc:
Nein Dick, von Gustav Mahler.

Dick:
Aber irgendwo müssen eure Roots doch sein ?

cgc:
Sicher, Dick. Alleine alterstechnisch sind wir recht verwurzelt in den Siebzigern bis Achtzigern, das lässt sich glaube ich nicht leugnen, ist aber auch ok und so gewollt.
Ich denke die Abwechslung im Programm macht es aus. Kaum ein Stück ist dem anderen ähnlich, das wollen wir erreichen und als Konstante die persönlichen und oft verschiedenen Vorlieben der Beteiligten unter einen möglichst gut sitzenden Hut bringen.
Wir versuchen, je länger wir dabei sind, uns etwas weiter auf eine Art Offenheit einzulassen, um letztlich eine gewisse Wahrhaftigkeit und natürlich Originalität zu erreichen.
Was nicht immer funktioniert, aber immer öfter.
HeavyWestcoastCountryfunkDelayPunkabillyBeffmetalDoomGroove, halt.

Dick:
Nun Gut, das nehme ich dann mal so hin, offensichtlich ist Euch dieses Thema ja suspekt.

cgc:
Wir Danken für Dein Verständnis, Dick. Die Frage ist uns sehr eklig.

Dick: Würdet Ihr sagen: Ja, das ist Kunst was wir machen?

cgc: Nein, das kann weg.

Dick:
Eine Frage hätte ich dann doch noch, das wird die Leser bestimmt auch brennend interessieren,…

cgc:
Ganz bestimmt, Dick.

Dick:
Ähh, ja. Wie sehen denn nun Eure weiteren Pläne aus.

cgc:
Das ist eine sehr gute und berechtigte Frage, Dick.
Wir wollen, logistisch und organisatorisch, auf jeden Fall weitermachen wie bisher,
am Liebsten natürlich des öfteren Live spielen wenn es die Zeit erlaubt,
und vielleicht öfters als in der Vergangenheit mal in ein vernünftiges Studio,
vor allem mit unserem jüngeren Material, welches uns selbstredend sehr fasziniert, Dick.
Musikalisch warten bestimmt noch einige sehr interessante Herausforderungen auf uns,
wir wollen von allem etwas mehr, mehr Drive, mehr Dynamik, mehr Stille, mehr Bewegung, mehr Klangfarben.

Dick:
Seid Ihr eigentlich auf Myspace?

cgc:
Noch nicht.

Dick:
Facebook?

cgc:
Ja, aber noch nicht so lange: https://www.facebook.com/crowdgoescrazy?ref=hl

Dick:
Soundcloud?

Ja, auch das: https://soundcloud.com/crowd-goes-crazy

Dick:
Noch was im Bereich „viral“, muahahaha?

cgc: Ja, klar: http://backstagepro.regioactive.de/crowdgoescrazy

cgc:
Nächstes Jahr kommt vielleicht noch was dazu,
da wir mit dem neuen Material tatsächlich gewillt wären,
mal etwas Promotion zu betreiben.
Vielleicht sogar das volle Programm; Bandcamp, ReverbNation und noch ein Paar andere.
Und ins Fernsehen, und ins Radio. Kino vielleicht,
mit unserer Biographie. Eine Serie wäre nicht schlecht. HBO evtl.?

Dick:
Das klingt für mich nach einem guten, größenwahnsinnigen und angemessenen Plan.
Ich wünsche Euch jedenfalls von Herzen alles Gute und weiter soviel Spaß,
Erfolg kann man ja wirklich beim besten Willen nicht sagen, Ha Ha (lacht), mit Eurem Tun und Wirken.

Was steht denn nun bei cgc unmittelbar als nächstes an?

cgc:
Vielen Dank, Dick.
Als nächstes gehen wir auf Südostasien-Tour.
Das wird wieder der Knaller.
Wie jedesmal.
Live at Budokan.

Dick:
Vielen Dank für das Gespräch und natürlich den Einblick in die Gedankenwelt dieser faszinierenden Band.

cgc:
Dank an Dich, Dick. Take care, Auf Wiedersehen.

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